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Reformierte Kirchgemeinde Langenthal
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4901 Langenthal, CH
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Ökumenische Kampagne «Klimagerechtigkeit»
18.02.2021

Die Fasten- und Passionszeit der christlichen Kirchen hat begonnen.
Informationen zur Kampagne und zu den Spendemöglichkeiten.

Die nächsten sechs Wochen bis zu Ostern sind von der Tradition her eine Einladung, sich Zeit zu nehmen, um über das eigene Leben und das Leben um uns herum nachzudenken. Wir sind in aller Freiheit eingeladen, uns im Blick auf unsere Glaubensquellen und christliche Ethik zu überlegen, was in Ordnung ist, und was nicht. Diese Zeit kann jedes Jahr von neuem eine Anregung sein, dem nachzuspüren, was unser Leben wertvoll und verletzlich macht und wie wir mit allem schönen wie bedrohlichen gut leben können.

Brot für alle und Fastenopfer haben für dieses Jahr mit dem Motto «Klimagerechtigkeit» ein Thema gewählt, das in den letzten Jahren stark in der Öffentlichkeit präsent war und ist.

In der alten Zürcher Bibel lesen wir in der Schöpfungsgeschichte:
«Und Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre

Bebauen und Bewahren haben mit Tätigsein aber auch mit Nichttätigsein zu tun, Handeln und Nichthandeln.

Viele Tausende Jahre lang konnten die Urmenschen und Menschen in und mit der Schöpfung vieles einfach tun, dass ohne grosse negative Folgen für ihn selbst und alle anderen Mitgeschöpfe blieb. Der durch das Leben selbst auch anderes Leben vernichtende Anteil und daraus resultierende Schaden hielt sich in Grenzen, gehörte ein Stück auch zur gottgewollten Evolution.

Mit der stark wachsenden Zahl an Menschen und den zunehmenden Fortschritten der Zivilisation sind wir nun schon seit einigen Jahrzehnten mit der Wirklichkeit konfrontiert, dass durch menschliches Handeln und eben auch Nichthandeln die Erde und das Leben ihrer Geschöpfe erheblich bis massiv bedroht ist.

Das als Wirklichkeit zu leugnen ist jederzeit möglich und wird auch gemacht. Doch gerade als an Gott glaubende Menschen soll uns der Auftrag Gottes, seine und unsere Erde zu bewahren, nicht gleichgültig sein. Die verletzte und geschundene Schöpfung mit allen ihren Geschöpfen bedarf einer nötigen Heilung, um ihr Sterben und ihren Tod zu verhindern. Und da kann auch jede und jeder einzelne dazu beitragen. Da müssen wir nicht auf die Einsicht und das nötige und sinnvolle Handeln von Regierungen warten.

Brot für Alle und Fastenopfer wollen uns auch in diesem Jahr mit einem Fastenkalender Gedanken, Informationen und Anregungen zur Auseinandersetzung mit dem Thema geben. Sie liegt bereits in der Kirche und im Zwinglihaus auf. Wir senden allen, die dies möchten, aber gerne auch ein oder mehrere Exemplare zu; oder sie kann zu den Öffnungszeiten der Verwaltung im alten Pfarrhaus neben der Kirche bezogen werden.

Als PDF steht sie hier – auch zum Herunterladen – ebenfalls zur Verfügung.

Wie wir neben der Lektüre der Agenda Anlässe und Aktivitäten in der Fasten- und Passionszeit durchführen können, ist leider aktuell völlig offen. Sicher findet am 14. März um 10.30 Uhr der ökumenische Gottesdienst in der röm.-katholischen Kirche statt.

Danke für Ihre Bereitschaft, sich mit dem diesjährigen Motto auseinanderzusetzen!
 

Diakon Uwe Weinhold


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