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Reformierte Kirchgemeinde Langenthal
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"Barbara - oder warum ein Velo gegen Misstrauen hilft" 

 

Velo-Film-Abend im Kino Scala:

«Barbara» 

Deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2012 

Wir Menschen dürfen immer wieder neu über die Kunst staunen, anrührende und bewegende Bilder zu schaffen. Filme, die uns guttun, uns unterhalten, uns zum Nachdenken anregen wollen und können.

Da es in vielen Dokumentar- und Spielfilmen immer wieder um den Menschen in Verbindung mit einem oder mehreren oder gar vielen Velos geht, laden wir gemeinsam mit dem Kino Scala im vor uns liegenden Winterhalbjahr erneut zu einem vierteiligen Film-Zyklus ein.

Als ersten zeigen wir den deutschen Spielfilm «Barbara»:

Wir befinden uns in der DDR. Es ist das Jahr 1980 und die Ärztin Barbara Wolf wird zur Strafe von der Berliner Charité, der Hauptstadt-Klinik, in ein Provinzkrankenhaus versetzt. Ihr Vergehen: Sie hat einen Ausreiseantrag gestellt.

Das neue Leben wird ihr nicht leicht gemacht. Sie bekommt eine herunter-gekommene Wohnung zugeteilt und ihr neuer Chef hat wohl Kontakte zur Stasi…

Im Keller findet Barbara ein Velo. Damit wird sie etwas unabhängiger und ist nicht auf den «Fahrdienst» von André angewiesen. Doch zuerst muss sie das Velo noch in Schuss bringen. In einer kleinen Szene sehen wir, wie sie in der gefüllten Badewanne einen Veloschlauch auf undichte Stellen untersucht…

André bekundet Interesse an Barbara. Doch diese blockt jede Annäherung ab. Ihre Skepsis gegenüber den Menschen ist gross. Während Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, die Flucht vorbereitet, wird die Wohnung von Barbara immer wieder von Stasioffizier Klaus Schütz durchsucht…

Für Stella, eine junge Patientin, stellt André auf nicht regulärem Weg ein Serum her. Damit gewinnt er bei Barbara an Ansehen. Sie erfährt, dass auch er keinen perfekten Leumund besitzt. Und beide verbindet eine grosse Leidenschaft für den Beruf…

Dennoch hält Barbara bis zuletzt an ihren Fluchtplänen fest, auch wenn die Aussicht auf ein Leben im Westen als wohlbehütete Hausfrau nicht wirklich zu ihr zu passen scheint…

Der Film kommt gänzlich ohne «Ostalgie» aus und zeigt eindrucksvoll, wie die DDR auch ein Überwachungsstaat voll von gesätem Misstrauen war, in dem viele Menschenrechte nichts galten. Und wie wichtig ein eigenes Velo sein konnte, um den Stasileuten ein Schnippchen schlagen zu können…!

Der Film erhielt 2012 den Silbernen Bären für die beste Regie und im Rahmen des Deutschen Filmpreises 2012 die Auszeichnung «Bester Spielfilm in Silber».

Dieser sehr eindrückliche und lohnenswerte Film ist ab 14 Jahre empfehlenswert.

Freier Eintritt mit der Möglichkeit, einen freiwilligen Kostenbeitrag zu spenden.

Diakon Uwe Weinhold

Datum

29.10.2019 17:30 - 19:30

Ort

Kino Scala, Lotzwilstrasse 7, 4900 Langenthal

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