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Reformierte Kirchgemeinde Langenthal
Geissbergweg 6
Postfach 1599
4901 Langenthal, CH
062 916 50 90,
info@kirche-langenthal.ch
Pilotprojekt «Migrationskirche»
12.07.2019

Die Reformierte Kirchgemeinde gewährt im Rahmen eines Pilotprojekts der eritreisch-orthodoxen Kirche Gastrecht.

 

Die Migrationskirchen-Landkarte der Region erhält in Langenthal einen neuen Farbtupfer: Der Kirchgemeinderat hat sich entschieden, im Bereich Migrationskirche aktiv zu werden und hat ein Pilotprojekt bewilligt, das bis Januar 2020 dauern wird. Geplant sind sechs Gottesdienste mit Unterricht. In der Pilotphase werden Erfahrungen gesammelt, die dann als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen dienen. Als Grundsatz für Migrationsarbeit legt der Kirchgemeinderat fest: Die Reformierte Kirchgemeinde Langenthal ist Gastgeberin für christlich orientierte Religionsgemeinschaften aus Migrationskreisen. Sie tut dies im Rahmen der zur Verfügung stehenden Infrastruktur sowie der möglichen personellen und finanziellen Ressourcen.

Der Anstoss und der Impuls zu diesem Entscheid hat Sozialdiakon Uwe Weinhold gegeben. Er steht seit einem Benefiz-Abend für eine Schule in Äthiopien in Kontakt mit eritreisch-orthodoxen Christen. Diese sind mit dem Wunsch an ihn gelangt, Räume der Reformierten Kirchgemeinde Langenthal für Gottesdienste und Kulturunterricht nutzen zu dürfen. Die Eritreer haben den Kontakt vertieft mit einem Besuch unseres Sonntagsgottesdienstes und beim anschliessenden Kaffee. Am 16. März 2019 haben Eritreer einen Gottesdienst und einen Unterricht für ihre Kinder organisiert. Zum Austausch mit Kirchgemeindemitgliedern ist es gekommen bei einem eritreischen Mittagessen mit einer Kaffeezeremonie, einem Informationsteil zum eritreischen Glauben, zur Kultur, zu ihren heimatlichen Wurzeln und zu ihrem Leben als Migranten in unserem Land.

Eine Spurgruppe1 hat sich dann mit dem Thema Migrationskirche und der Haltung unserer Kirchgemeinde dazu auseinandergesetzt.

Die Zahl der Kirchgemeinden, die sich auf einen Dialog und ein Miteinander mit Migrationskirchen einlassen, hat in den letzten Jahren zugenommen. Im Grundlagenpapier „Gottes Volk hat viele Farben“ schreibt Pia Grossholz-Fahrni, Synodalrätin Departement OeME-Migration: „Die Kirchgemeinden lernen andere Glaubensformen kennen, sie erleben Gottesdienste mit andern Liedern, andern Predigten, sie begegnen andern Frömmigkeitsarten, sie lernen andere Bibelarbeiten kennen und merken, dass sich daraus neue Impulse für das spirituelle Leben der eigenen Kirchgemeinde ergeben können.“

1) Kirchgemeinderätin Corinne Zurbriggen (Leitung), Kirchgemeinderat Richard Bobst, Pfarrer Ingo Koch, Siegrist Hanspeter Lehmann und Sozialdiakon Uwe Weinhold.


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